Idee & Konzept

 

Für Kinder in der Großstadt bleibt oft wenig Raum, sich frei in der Natur zu bewegen, in und mit ihr selbständig Erfahrungen zu sammeln und eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Denn: Die Räumlichkeiten von Kindergärten sind oftmals beengt, die Möglichkeiten, raus in die freie Natur zu kommen sehr begrenzt.

Die Gatschhüpfer – alias Naturkindergruppe am Himmel – haben sich den innovativen Weg der bewährten Waldkindergärten zum Vorbild genommen und diesen konsequent ausgebaut. Es ist integrativer Bestandteil unseres pädagogischen Alltags, dass sich die Kinder bei jeder Witterung und Jahreszeit einen Großteil des Tages im Freien bewegen. Die Kinder spielen im Wald und auf den Wiesen am Cobenzl und rund um die mongolische Jurte. Diese dient den Kindern als Rückzugsraum und schützt vor einem plötzlichen Regenschauer. Zusätzlich können die Gatschhüfer neben der Jurte fixe Kindergruppen-Räumlichkeiten nutzen. Damit ist die ganztägige Betreuung der Kinder– im Gegensatz zu vielen anderen Waldkindergärten – möglich.

In unserer Kindergruppe werden maximal 15 Kinder betreut. Bei 2 BetreuerInnen sowie einer PraktikantIn verfügen die Gatschhüpfer somit über einen Betreuungsschlüssel, der eine individuelle Begleitung der Kinder gewährleistet.

Das pädagogische Konzept unserer Kindergruppe „Die Gatschhüpfer“ orientiert sich an der Waldpädagogik, in der das Freispiel zentrales Thema ist: Fernab von reiner Animation und geplanten Abläufen werden die Kinder individuell begleitet. Auf ihre persönlichen Tempi und Entwicklungsabschnitte kann so Rücksicht genommen werden. Die Kinder können so eigenständige Erfahrungen sammeln und aus sich heraus schöpferische Kraft und Kreativität entfalten. Ziel ist die Entwicklung von Eigenständigkeit und Unabhängigkeit, die Stärkung des Selbstwertgefühls und der grundlegenden Lebenskompetenzen wie Konfliktfähigkeit, Beziehungsfähigkeit und emotionale Erlebnisfähigkeit.

Die Gatschhüpfer feiern gerne, allerdings keine Feste, die sich am religiösen Festkalender orientieren (z.B. Nikolo, Weihnachten, Ostern). Beim Herbst-, Lichter- und Sommerfest wird den Kinder das ursprüngliche Feste feiern abseits der Kommerzialisierung näher gebracht.

Dem Manifest des Dachverbandes der Wiener Kindergruppen entsprechend, sind die Gatschhüpfer nicht hierarchisch organisiert. Eltern, BetreuerInnen und Kinder sind gleichberechtigt und ermöglichen als Gruppe die Kinderbetreuung der Gatschhüpfer. Gemeinsame Campingwochenenden oder spontane Feste sind dabei angenehme Begleiterscheinungen. 

 

 

 

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